Bei der bereits durchgeführten Umweltprüfung ist nicht ersichtlich, welche Träger öffentlicher Belange sowie Umwelt- und Naturschutzverbände beteiligt und befragt wurden.
Dies muss für die Bürger transparent gemacht werden. Die Stellungnahmen dieser müssen einsehbar sein.
Die im geplanten Flächennutzungsplan 2030 ausgewiesene Fläche von 64.000 qm übersteigt die gesamte bebaute Fläche des bisherigen Hasenhofes.
Schaut man sich die im geplanten Flächennutzungsplan 2030 für Sportflächen ausgewiesene Fläche von 64.000 qm an, stellt man fest, dass diese Fläche die gesamte bebaute Fläche des bisherigen Hasenhofes übersteigt. Wie sehen Verwaltung und Gemeinderat dabei die gebotene Verhältnismäßigkeit und würden sie einer solchen Bebauung in ihrem Wohnumfeld zustimmen? Siehe folgende Montage-Skizze:
In der Montage sieht man: das geplante Sportareal ist größer als der gesamte Hasenhof
Bislang wurde der Bedarf für einen Ausbau des Stadions mit einer Kampfbahn Typ C nicht ermittelt.
Auf die Frage eines Bürgers, ob den überhaupt der Bedarf für einen Ausbau des Stadions mit der geplanten Kampfbahn erhoben wurde, musste Bürgermeister Lutz verneinen. Wir erwarten von der Verwaltung und dem Gemeinderat, dass vor der geplanten Verlegung des Stadions auf den Hasenhof belastbare Zahlen vorgelegt werden, die den Bedarf einer solch umfangreichen und teuren Maßnahme belegen. Dies auch insbesondere hinsichtlich gesellschaftlicher Veränderungen.
Die zu erwartenden demografischen Veränderungen haben deutliche Folgen für die Bereitstellung zeitgemäßer kommunaler Sportstätten. Die statistischen Landesämter prognostizieren ziemlich verlässlich die Abnahme der jüngeren und mittleren Altersjahrgänge in den kommenden Jahren um rund ein Fünftel. Damit fehlt künftig ein gewichtiger Teil der heutigen Hauptnutzer. Vielerorts wird festgestellt, dass die vorhandenen Sportstätten einer Gemeinde/Stadt mit den Bedürfnissen der dort Sporttreibenden nicht mehr zusammenpassen. So hat sich gezeigt, dass sich beispielsweise die Traditionssportarten Tennis und Leichtathletik in der Sportstättennachfrage von den vorhandenen kommunalen Sportstättenangeboten deutlich abgekoppelt haben.
Die Stadt Waldenbuch umfasst eine Fläche von 2.269 ha, mit einem Waldflächenanteil von etwa 56 % und Landschaftsschutzgebieten über rund 2/3 der Markungsfläche.
Der Hasenhof ist mit einer Fläche von ca. 65.000 qm der kleinste von fünf Stadtteilen – neben dem Stadtkern gibt es noch die Stadtteile Glashütte, Kalkofen und Liebenau. Der Ortsteil Hasenhof ist mit 460 m ü.N.N. der höchste Punkt der Stadt. Der niedrigste Punkt ist die Burkhardtsmühle mit 334 m ü.N.N.
Die Einwohner verteilen sich auf die einzelnen Stadtteile wie folgt:
Stadtkern Waldenbuch
3.118
Kalkofen
3.822
Hasenhof
132
Liebenau
998
Glashütte
706
Insgesamt
8.776
Darunter waren 4.320 männliche und 4.456 weibliche Personen. Davon sind 808 weibliche bzw. 741 männliche Personen internationaler Herkunft. Somit waren am 31.12.2023 in Waldenbuch 8.776 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet.
Altersgruppe
Anzahl
Prozent
unter 3 Jahre
228
2,6
3 – 6 Jahre
266
3,0
6 – 10 Jahre
324
3,7
10 – 15 Jahre
441
5,0
15 – 18 Jahre
247
2,8
18 – 20 Jahre
166
1,9
20 – 25 Jahre
427
4,9
25 – 30 Jahre
498
5,7
30 – 35 Jahre
490
5,6
35 – 40 Jahre
506
5,8
40 – 45 Jahre
567
6,5
45 – 50 Jahre
548
6,2
50 – 55 Jahre
633
7,2
55 – 60 Jahre
743
8,5
60 – 65 Jahre
669
7,6
65 – 75 Jahre
1043
11,9
75 Jahre und älter
980
11,1
Ausländische Mitbürger In Waldenbuch leben 1.549 Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 17,6 %.
Italien 325 Türkei 151 Griechenland 78 Spanien 19 Österreich 30 sonstige Länder 946
Die Gesamtfläche der Bodennutzungserhebung:
Ackerland 269 ha Grünland 389 ha Gartenland 10 ha Unland, Friedhöfe, Schutzflächen 8 ha Wald 1.272 ha Gewässer 13 ha Gebäude- und Hofflächen 167 ha Straßen und Wege 118 ha Grünanlagen 15 ha Sportflächen 9 ha Gemarkungsfläche insgesamt 2.270 ha
Die Zahlen und Daten sind Stand 31.12.2023 und beziehen sich auf die Stadt Waldenbuch Quelle: Blick zurück 2023, Stadt Waldenbuch Eine Statistik rein bezogen auf die Stadtteile liegt leider nicht vor.
Mit unter 150 Menschen ist der Hasenhof zwar der kleinste aber nach dem Ortskern auch der älteste Stadtteil Waldenbuchs. Waldenbuch wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt, der Hasenhof 1451. Durch seine Höhenlage (fast 500 m) war der Hasenhof immer ein beliebter Wohnort. Selbst die Gräfin von Mantua, Barbara Gonzaga, wählte die Hochebene als Sommersitz. Nach dem Tod ihres Gatten des in den Herzogstand erhobenen Graf Eberhard im Barte (1496) besucht dessen Witwe Barbara von ihrem Witwensitz im Böblinger Schloss aus häufig den Hasenhof. „Die geborene Gonzaga von Mantua betreibt dort eine Meierei und unterhält bei der Kochenmühle „eine stattliche Viehzucht“.
„Vom Hasenhof hat man bei gutem Wetter auch eine gute Sicht übers Reichenbach- und Siebenmühlental hinweg bis zur Schwäbischen Alb. Da sollte es nicht wunder nehmen, wenn schon früh dort gesiedelt wurde, womöglich noch vor dem Alemannen Walto, dem Waldenbuch seinen Namen verdankt. Es ist weder etwas über einen Uraltbauernhof Hasenhof gefunden worden noch wurde etwas aufgeschrieben. So bleibt nur im ‚Zinsbuch zu Stuttgarten‘ von 1451 nachzulesen, was der Chronist Springer zitiert hat. Dort wird festgestellt, dass es zu Barbara von Mantuas Zeiten bereits einen Weiler Hasenhof gab, der Hof zu ihrem Besitz zählte und er Hasenhof hieß, weil die Äcker einer Bäuerin mit Familiennamen ‚Has‘ gehört haben sollen.“ (Quelle: Geschichte der sieben Stadtteile, von Hans-Joachim Ziegler.)